Warum Zucht?

Der Wunsch, einem Hund aus dem Tierschutz zu helfen, ist nachvollziehbar und verdient Respekt. Viele Menschen möchten Leid lindern, Verantwortung übernehmen und einem Hund eine zweite Chance geben. Dieser Gedanke ist wichtig und richtig.

Gleichzeitig gibt es Hunde und Rassen, bei denen verantwortungsvolle Zucht nicht im Widerspruch zum Tierschutz steht, sondern ein Teil davon ist. Der Staffordshire Bull Terrier gehört genau dazu.

Zucht ist nicht gegen Tierschutz

Zucht und Tierschutz werden heute oft als Gegensätze dargestellt. In der Realität greifen beide Themen jedoch ineinander. Seriöse, kontrollierte Zucht sorgt dafür, dass Hunde planbar entstehen, gesundheitlich überprüft werden und in einem Umfeld aufwachsen, das ihnen Sicherheit, Struktur und frühe Prägung bietet.

Ein gut gezüchteter Hund entsteht nicht zufällig. Er entsteht durch bewusste Auswahl, Verantwortung über Generationen hinweg und die Bereitschaft, sich mit Gesundheit, Wesen und Herkunft intensiv auseinanderzusetzen.

Warum Herkunft beim Staffordshire Bull Terrier entscheidend ist

Der Staffordshire Bull Terrier ist eine klar definierte, international anerkannte Rasse. Gleichzeitig gehört er zu den Rassen, bei denen es im Ausland viele Hunde gibt, die äußerlich ähnlich aussehen, genetisch und rechtlich aber etwas völlig anderes sind.

Ohne eine anerkannte FCI-Ahnentafel ist häufig nicht nachvollziehbar, ob ein Hund tatsächlich ein Staffordshire Bull Terrier ist oder lediglich phänotypisch ähnlich wirkt. Genau hier entstehen im Alltag und insbesondere an Landesgrenzen erhebliche Probleme.

In vielen Ländern gelten sogenannte Listenhundregelungen. Ein Hund, der wie ein Staffordshire Bull Terrier aussieht, aber keine eindeutigen Papiere besitzt, kann rechtlich als verbotene Rasse eingestuft werden. Dies kann dazu führen, dass der Hund nicht einreisen darf oder beschlagnahmt wird.

In Deutschland besteht zudem ein grundsätzliches Importverbot für bestimmte Hunde. Ohne klar nachweisbare, anerkannte Herkunft kann ein Hund rechtlich in eine Grauzone geraten, die weder für den Hund noch für seine Menschen fair ist.

Verantwortung beginnt vor dem ersten Tag

Ein Hund begleitet seine Menschen viele Jahre. Entscheidungen, die vor dem Einzug getroffen werden, wirken sich auf das gesamte Hundeleben aus. Dazu gehört auch die Frage, woher ein Hund stammt.

Verantwortungsvolle Zucht bedeutet, diese Frage nicht dem Zufall zu überlassen. Sie bedeutet, Elterntiere sorgfältig auszuwählen, Gesundheit zu überprüfen, Wesensmerkmale ernst zu nehmen und Welpen in einem stabilen Umfeld aufwachsen zu lassen.

Warum wir züchten

Wir züchten, weil wir diese Rasse lieben und erhalten möchten. Weil wir möchten, dass Staffordshire Bull Terrier auch in Zukunft als das wahrgenommen werden, was sie sind: stabile, menschenbezogene und freundliche Hunde mit klarer Identität.

Unsere Zucht versteht sich nicht als Massenproduktion, sondern als bewusster Beitrag zur Rasse. Jeder Wurf ist geplant, begleitet und endet nicht mit der Abgabe der Welpen. Verantwortung endet für uns nicht an der Haustür.

Ein gemeinsames Ziel

Ob ein Hund aus dem Tierschutz kommt oder aus verantwortungsvoller Zucht: Am Ende geht es immer um das Wohl des Hundes. Um Sicherheit, Gesundheit, Verlässlichkeit und ein Leben ohne unnötige Risiken.

Wir glauben, dass Aufklärung, Transparenz und Verständnis wichtiger sind als einfache Antworten. Und dass es Platz für unterschiedliche Wege gibt, solange sie mit Verantwortung gegangen werden.

VDH Züchterplakette